Im September 1968 war der Baubeginn für den Bunker bei Niddatal, der
als Abschnittsführungsstelle für Zivil- und Katastrophenschutz geplant war. Schon während der Planung war das Konzept, mit acht dieser Führungsstellen um Frankfurt herum, zu den Akten gelegt worden. Der Bauherr war das Bundesamt für Zivilschutz in Bonn. Am 5. Mai 1970 wurde die Anlage an die Stadt Frankfurt übergeben. In der Bunkeranlage hätte man für 30 Tage vollständig autark überleben können. Neben Wasser, Luft und Stromversorgung waren Klimaanlagen, Sanitärbereiche, ein medizinischer Bereich, ein Dekontaminationsbereich und eine Küche vorhanden. Bis zu 92 Personen hätten so für 4 Wochen überleben können. Sensible Bereiche im Innern des Bauwerkes sind schwingend ausgelegt. Man ging bei der Konstruktion des Bunkers davon aus, dass er durch die Nahdetonation einer Kernwaffe von 5 Megatonnen im Erdreich um einige Zentimeter versetzt werden könnte.
Die Beschleunigung im Inneren des Bauwerkes wurde mit Hilfe von Schwingböden auf 1g reduziert.
Bei Einbrüchen 1985 und 1997 wurde in der Bunkeranlage erheblicher Sachschaden verursacht. Unter nachfolgendem Link ist ein Beitrag über diese Vorfälle nachzulesen.
B u n k e r p l ä t z e v e r l o s t
Westdeutschlands Friedensbewegung hat ein neues Thema: Mit Happenings, Bunkerbesetzungen und gefälschten Amtsschreiben wollen Pazifisten verstärkt gegen Bonns Zivilschutz-Pläne angehen. (DER SPIEGEL 25/1985)
Gewölbtes Türblatt, aus Stahlblech, zur Aufnahme von hohem Druck. Serien-Ausführung für 3 bis 9 bar Überdruck. Türblatt umlaufend verstärkt, Zarge aus stabilen Winkelprofilen.
Das Treppenhaus
Über das Treppenhaus in der Bunkeranlage gelangt man auf alle der 3 Etagen.
Die Telefonzentrale
Mit dieser Telefonanlage konnten alle eingehenden und ausgehenden Gespräche vermittelt werden. Auch alle internen Gespräche sind über diese Anlage gelaufen.
Der Sanitätsraum
Für kleinere medizinische Behandlungen der Bunkerinsassen.
Aktivkohle-Kanalluftfilter
Der Aktivkohle-Kanalluftfilter, in Patronen-Bauart adsorbiert gasförmige, geruchsintensive Schadstoffe aus angesaugter Außenluft und aus abzuführender Fortluft.
Schnellschlußklappe
Pneumatik-Antrieb, Notbedienung durch Handrad, Flanschanschlüsse nach DIN
EQF-Sonde
Die Sonden der EQF5-Typenreihe enthalten hochempfindliche Geiger-Müller Zählrohre zur Messung radioaktiver Strahlung im Gamma- und Beta Bereich in Räumen, Lüftungskanälen.
Haben diese Bilder Ihr Interesse geweckt...?
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