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Deutsch-Russische Schülergruppe besucht den Bunker Ilbenstadt

Deutsch-Russische Schülergruppe besucht den Bunker Ilbenstadt

Die sachkundigen Mitglieder des eingetragenen Vereins Bunker Ilbenstadt ermöglichten es am Samstag, dem 27.01.2018, einer deutsch-russischen Schülergruppe, den dortigen zivilen Atomschutzbunker unter kompetenter Anleitung zu betreten und zu erkunden. Im Anschluss wurden Fragestellungen aus der Phase des „Kalten Krieges“ diskutiert.

In gelöster Stimmung erwartet die Gruppe den Gang ins Innere des Bunkers

Gegen Mittag sammelte sich die Gruppe, bestehend aus 20 jungen Leuten (russische Schülerinnen und Schüler aus Yaroslavl an der Wolga und deren deutsche Gastgeber von der Johann-Philipp-Reis-Schule in Friedberg), zwei russischen Lehrern und Dr. Sven-Olaf Krusch und Julia Schaumburg von der JPRS Friedberg, auf dem Eingangsgelände des Bunkers in Ilbenstadt.

Nach einer kurzen Einweisung begab man sich in zwei aufeinander folgenden Gruppen für die nächsten 150 Minuten in die Welt der späten 60’er Jahre, als die Gefahr eines realen Atomkrieges im Rahmen des Ost-West-Konfliktes noch eine Grundlage für strategische Planungen war.

Die beklemmende Enge und die höchst effizient ausgelegte Anlage ergriffen schon beim Betreten der Schleusenanlage Besitz von der Stimmung der jungen Menschen, die samt und sonders erst weit nach dem Ende des Kalten Krieges und der Zeit des Systemkonfliktes geboren worden sind.

Gerade für die russischen Schülerinnen und Schüler ist es sehr interessant eine Anlage zu besichtigten, die errichtet worden ist, um einen Atomschlag mehr oder minder zu überstehen, in einem Szenario, in dem ihre Heimat als Gegner galt. Zu einer Zeit, die den jungen Menschen nur über solche Monumente und Erzählungen vorheriger Generation erschlossen werden kann.

Die Schlafkammern werden inspiziert

Ebenso das Sanitätszimmer

Die beengten Verhältnisse und die Lebensbedingungen in dem Bunker, die kompromisslos auf Funktionalität ausgerichtet waren, haben die Besucher einschließlich der Lehrer sehr beeindruckt. Schnell beginnt die Phantasie das hervorragend präsentierte Innere des Bunkers mit Leben zu füllen.

Geschichte wird so erfahrbar und man hat die Möglichkeit, einen anderen Zugang zu dem Geschehenem zu finden.

Die verantwortliche russische Lehrerin, Frau Elena Danilova, zeigte sich sehr beeindruckt und sie konnte viele Anregungen für eine ähnliche interkulturelle historische Arbeit für den Gegenbesuch in Yaroslawl mitnehmen.

 

 

 

In dem Lagezentrum hat die Gruppe dann noch einen kleinen Film gesehen, der die Darstellungen in einen historischen Rahmen setzte und einige zusätzliche Informationen bot.

Anschließend haben die EInzelgruppen ihre Arbeitsergebnisse präsentiert und eine abschließende kurze Plenumsrunde hat die Ergebnisse des spannenden und herausragenden Tages zusammengefasst.

Analoge Regeltechnik

Die imposante Schleusentür

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So ist es für die Gruppe der Schüler ein sehr fremdes Gefühl, sich vorzustellen, wie knapp man in der Vergangenheit vor einem atomaren Konflikt gestanden hatte. Einig war man sich in dem Wunsch, eine solche irrationale Bedrohungslage nie wieder erleben zu wollen.

Großen Dank verdient die Mannschaft des Vereins Bunker Ilbenstadt, die diesen Tag zusammen mit den Schülern aus Friedberg und Yaroslawl zu einem besonderen Ereignis gemacht hat.

Generatoren in stimmungsvoller Beleuchtung

Das Austauschprojekt der JPRS Friedberg und des Provincial College wird von der Stiftung DRJA gefördert.

 

Quelle: Bilder und Text

Förderverein der Johann-Philipp-Reis-Schule
Im Wingert 5
61169 Friedberg
Telefon: 06031 – 7327-0
Telefax: 06031 – 7327-49
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